Elektrische und mechanische Berechtigungen
nach internationalen Standards verwalten

(NFPA 70E, OSHA, BS 7671, EAWR 1989, DIN VDE 0105-100, DGUV Vorschrift 3)

Was ist eine Qualifikation?

Qualifikationen oder Berechtigungen werden einer Person erteilt, damit sie eine bestimmte Aufgabe oder Tätigkeit ausführen darf, zum Beispiel elektrische, mechanische oder hydraulische Arbeiten.

Sie ermöglichen es Mitarbeitenden eines Unternehmens, sicher an Anlagen oder in deren Nähe tätig zu werden.

Qualifikationen werden vom Arbeitgeber erteilt. Dieser ist dafür verantwortlich sicherzustellen, dass die betreffende Person über die erforderlichen Kompetenzen und Kenntnisse verfügt, um die Aufgabe sicher auszuführen.

Bestimmte Berechtigungen, zum Beispiel elektrische Berechtigungen, setzen spezifische Schulungen, regelmäßige Bewertungen und einen Nachweis der medizinischen Eignung voraus.

Eine Berechtigung is nicht an eine Stellenbezeichnung or Eingruppierung gebunden. Sie wird durch ein Dokument formalisiert, das sowohl vom Arbeitgeber als auch von der berechtigten Person unterzeichnet wird.

Qualifikation Dokument

Die Erteilung einer Berechtigung entbindet den Arbeitgeber nicht von seiner Verantwortung. Die berechtigte Person muss außerdem offiziell von ihrem Arbeitgeber benannt werden, um die entsprechenden Aufgaben auszuführen.

Bei Zeitarbeitskräften muss der Arbeitgeber vor Erteilung der Berechtigung prüfen, ob die betreffende Person über die erforderliche Schulung und medizinische Eignung verfügt.

Eine Qualifikation ist keine eigenständige Erlaubnis, Aufgaben selbstständig auszuführen. Sie bestätigt vielmehr, dass die Person über die erforderlichen Kompetenzen verfügt und die entsprechenden Compliance-Anforderungen erfüllt.

Auch wenn Berechtigungen manchmal als zusätzliche Verpflichtung wahrgenommen werden, tragen sie dazu bei, Qualität, Sicherheit und Compliance zu verbessern – für Beschäftigte, Arbeitgeber, Kunden und die Gesellschaft insgesamt.

Relevanter Rechtsrahmen

Je nach Land gelten unterschiedliche rechtliche und normative Rahmenbedingungen:

  • Frankreich: NFC 18-510, UTE C18-510
  • USA: NFPA 70E und OSHA 29 CFR 1910 Subpart S für elektrische Sicherheit
  • Vereinigtes Königreich: Electricity at Work Regulations 1989 (EAWR) und BS 7671, IET Wiring Regulations
  • Deutschland: DIN VDE 0105-100 und DGUV Vorschrift 3

Was ist eine mechanische Qualifikation?

Mechanische Risiken entstehen, wenn bewegliche Teile mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen können. Dies betrifft vor allem industrielle Anlagen und Maschinen, kann aber auch Werkzeuge, Flüssigkeiten oder weggeschleuderte Materialien umfassen.

Um die erforderlichen Kompetenzen und Kenntnisse für die sichere und wirksame Durchführung mechanischer Arbeiten zu erwerben, bleibt eine mechanische Berechtigung erforderlich – auch wenn die regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich weniger eindeutig geregelt sind als bei elektrischen Berechtigungen.

Der rechtliche und normative Rahmen unterscheidet sich je nach Land:

  • Frankreich: unternehmensspezifische Sicherheitsvorgaben, zum Beispiel ein Recueil de Prescriptions au Personnel (RPP), das insbesondere im Energiesektor verwendet wird
  • USA: OSHA-Standards, insbesondere im Bereich Maschinen und allgemeine Industrieanforderungen (29 CFR 1910)
  • Vereinigtes Königreich: PUWER, Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998
  • Deutschland: Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und DGUV-Regeln zum sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln und Maschinen

Wozu dient eine Qualifikation?

Wozu dient eine Qualifikation

Unabhängig vom jeweiligen Referenzstandard bleibt das Ziel einer mechanischen Berechtigung immer dasselbe: sicherzustellen, dass Beschäftigte über das erforderliche Wissen und die notwendigen Kompetenzen verfügen, um Arbeiten sicher und im Einklang mit den lokalen Anforderungen durchzuführen.

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